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7. Jul 2010

Bitter... ganz bitter: Das Tintenfisch-Orakel Paul aus dem Sealife in Oberhausen hat einen Sieg Spaniens im WM-Halbfinale gegen Deutschland vorausgesagt.
A two year-old octopus Paul, the so-called octopus oracle predicts Germany's victory in their 2010 World Cup quarter-final soccer match against Argentina by choosing a mussel, from a glass box with the German flag instead of a glass box with the Argentinian flag, at the Sea Life Aquarium in the western German city of Oberhausen June 29, 2010. Paul has so far rightly predicted Germany's first and second round victories over Ghana, Australia and England plus Germany's defeat against Serbia. REUTERS/Kirsten Neumann  (GERMANY - Tags: SOCIETY SPORT SOCCER WORLD CUP ANIMALS)

Bisher hatte der zweijährige Paul den Ausgang der fünf deutschen Spiele mit vier Siegen und der Niederlage gegen Serbien exakt vorausgesagt und damit weltweit als Orakel Bekanntheit erlangt.
Für die Vorhersage ließen die Mitarbeiter des Großaquariums zwei mit der deutschen und der spanischen Fahne versehene Plexiglasbehälter mit Muschelfleisch ins Wasser. Der Tintenfisch benötigte nur wenige Minuten, um sich für den spanischen Behälter zu entscheiden, den Deckel zu öffnen und das Fleisch zu fressen.

Tja mein lieber Paul, bleibt zu hoffen das Du Dich dieses mal geirrt hast... ansonsten wird es übel für Dich... so mit Kochtopf,Pfanne und so...
Tanzanian traders deep-fry freshly caught octopus in order to keep them from turning bad at a market near the shores of the commercial capital Dar es Salaam, May 4, 2010. Fishmongers working in the sweltering heat say they are struggling to keep their fish fresh because the cost of ice is very high due to continued power cuts in the East African nation. REUTERS/Thomas Mukoya (TANZANIA - Tags: SOCIETY BUSINESS)

Hier schon mal ein Rezept vom Chefkoch für die Oktopus-Freunde:

Oktopus waschen, die Fangarme in kleine Stücke schneiden, den Kopf in Ringe schneiden. Blätter vom Thaibasilikum und Koriander sowie 1-2, am besten frische, Chilis mit dem Wiegemesser etwas zerkleinern. 1-2 Zehen Knoblauch würfeln. Alles in eine Schüssel geben. Ausreichend Salz und etwas Pfeffer hinzugeben. Den Saft von 3 Zitronen und 2-3 EL Olivenöl hinzugeben, über Nacht marinieren lassen.

Am nächsten Tag alles in einen Bräter geben und mit dem Deckel verschließen. Bei 190 Grad 1,5 Stunden im Ofen erwärmen.

Als Beilage habe ich Reisnudeln gewählt, alternativ kann man auch Reis probieren.

Der Tintenfisch ist nach 1,5 Stunden sehr sehr zart und schwimmt im Bräter in der Marinade aus Zitronensaft. Durch diese Marinade ist das Gericht auch sehr leicht, man kann alternativ den Anteil des Olivenöls erhöhen. Ein Tier von 1,2 kg reicht für 2-3 Personen, es verliert scheinbar auch im geschlossen Bräter noch Gewicht.

29. Apr 2010

...und lässt die Oberschicht und die Verursacher der Krise ungeschoren.
Erwartungsgemäß nimmt die griechische Regierung in einem ersten Schritt die Rentner und Beamten in die Pflicht. Sie müssen nun doch härtere Kürzungen ihrer Bezüge verkraften als erwartet.
Stocks Tumble As Greece's Ratings Downgraded To Junk Status

Nachdem Standard & Poor's dem Land Griechenland quasi den Status eines besseren Ramschladens verpasst hat, werden nun die Bürger Griechenlands zur Kasse gebeten. Die Beschäftigten des öffentlichen Sektors sollen demnach auf Zulagen im Volumen von zwei Monatsgehältern dauerhaft verzichten. Darüber hinaus sollen die Gehälter für mehrere Jahre eingefroren und die Mehrwertsteuer auf 25 Prozent erhöht werden. Bei Benzin, Zigaretten und Alkohol müssen sich die Griechen auf Preiserhöhungen von über 15 Prozent einstellen.

Die griechische Regierung hatte in den letzten Wochen bereits -gegen den Widerstand der Bevölkerung- Löhne und Gehälter drastisch gekürzt, Steuern angehoben sowie Rentenerhöhungen gestoppt. Weitere Sparmaßnahmen sollen folgen.
Experten weltweit zweifeln allerdings, ob die griechische Regierung weitere Einschnitte durchsetzen kann. Zudem ist eine große Mehrheit der Griechen gegen eine finanzielle Hilfe von außen, weil diese unweigerlich eine weitere Verschlechterung ihres Lebensstandards mit sich bringen wird.

29. Apr 2010

Während Politiker von einem zum nächsten Krisengespräch stolpern, verwertet die Finanzindustrie jede noch so kleine Information innerhalb von Millisekunden. Mit ihren eigenen Netzen hat sie sich schon lang von der Netzneutralität verabschiedet. Wie kann die Politik da noch gewinnen?
A Greek flag flies in the wind at a park in central Athens

Die Geschichte der Nachrichtenagentur Reuters begann in der Pontstraße 117 in Aachen. Aktuelle Nachrichten wurden hier 1850 zunächst mit Hilfe von Brieftauben eingeflogen, heißt es in der Wikipedia und so wird es gerne zum besten gegeben, wenn es um die Geschichte und Entwicklung des Nachrichtentransportes geht.

Und weil diese Tauben immer noch schneller waren als berittene Boten oder gar Mundpropaganda, wurde aus Reuters ein weltumspannender Konzern, der mit dem schnellen Transport von Nachrichten sein Geld verdiente. Und Andere, die es verstanden, aus einem Informationsvorsprung Geld zu machen, wurden richtig reich.

Dann kam der Telegraph, Telefon und Fax und schließlich das Internet und auf einmal sollte so etwas wie Chancengleichheit herrschen. Der Vorsprung der Profis war ab der Jahrtausendwende dank Internet, Onlinebroker und Daytradingplattformen auf nahezu Null zusammengeschrumpft. Jetzt zählte nur noch die Schnelligkeit im Denken, die eigene Strategie und persönlicher Mut und Risiko.

Was für eine Illusion!

Genau das Gegenteil ist richtig. Denn die Finanzindustrie hat sich längst ihr eigenes, schnelles Netz gebaut, welches die Terminals in den Handelsräumen miteinander verbindet. Während wir gerade anfangen, über Netzneutralität zu diskutieren und das allgemein zugängliche Internet mit immer mehr Anwendungen überfrachten, agieren die Profis längst in Echtzeit. Unterstützt von Hochleistungsrechnern, auf denen ebenso leistungsfähige Tradingprogramme laufen, ist bei ihnen die Lichtgeschwindigkeit das Maß und die Millisekunde die längste noch tolerierbare Zeiteinheit. Orders werden auf dem Weg vom Kunden zur Ausführung an der Börse in Sekunden zwischengehandelt, selbst an kleinsten Kursdifferenzen wird noch verdient. Jede noch so kleine Information aus der realen Wirtschaft augenblicklich eingepreist.

Wer hier glaubt als Privatanleger mithalten zu können, kann nur (sein Geld) verlieren. Die Differenz zwischen schnell und unendlich schnell ist unendlich. Um im Bild zu bleiben: Der Vorsprung der Reuters-Taube ist noch größer geworden als 1850. Und so werden wir Zeuge, wie sich das System der Finanzmärkte immer stärker selbst aufschaukelt, weil mit jeder abgeschlossenen Kauf-Verkaufaktion der Handelsvolumen steigt. Gleichzeitig steigt das Risiko eines finanziellen Super-Gaus.

Politik kann das Tempo der Märkte nicht mitgehen

Vielleicht wäre selbst das nicht so dramatisch, wenn nicht die Politik längst von alldem komplett abgekoppelt wäre. Sie beginnt gerade erst, das Internet zu begreifen, um dann aus Unverständnis oder Unvermögen sofort mit der Regulierung anzufangen, anstatt für sich eigene, schnelle Netze zu bauen, die es mit denen der Finanzindustrie aufnehmen können.

Den Effekt können wir gerade bei der sich zuspitzenden Griechenlandkrise live verfolgen. Während die europäischen Politiker von Krisengespräch zu Krisengespräch stolpern und in ihrem traditionellen Politikmodus verharren, nutzen die Märkte jedes Bit an Information aus diesen Gesprächen und setzen es sofort in Aktion um.

Die Politiker verhalten sich aktuell wie der kleine Privatanleger, der glaubt, es mit seiner Bank aufnehmen zu können. Die Politik kann dieses Tempo nicht mitgehen, die Spekulanten geben das Tempo vor. „Der Markt setzt auf schnellen Gewinn, die Politik ringt um Verantwortung. Der Markt in seiner Masse ist anonym“, heißt es heute richtig im Handelsblatt. Und kann deshalb gar kein Gewissen haben, müsste man noch hinzufügen.

Die Politik kann nur gewinnen, wenn sie die Regeln dieses Systems durchbricht, das ist die einzige Möglichkeit und verbliebene Hoffnung. Wenn sie entweder die Netze der Finanzindustrie künstlich verlangsamt oder per Gesetz bestimmte Transaktionen und Wetten ganz verbietet. Alles andere wird scheitern.

Quelle: http://carta.info/26543/netz-ist-nicht-gleich-netz-der-vorsprung-der-taube-ist-gewachsen/

28. Apr 2010

Flächenbrand: Nach dem Crash in Griechenland und Portugal kommt der nächste finanzielle GAU für die EU nun in Spanien. In diesen Tagen schauen Politiker und Journalisten wie gebannt auf Griechenland und Portugal. Man hat nicht die geringste Ahnung davon, wie man diesen bankrotten Staaten dauerhaft finanziell aus den Geldtöpfen der "reichen" EU-Mitgliedsstaaten helfen könnte. Nun hat Spanien Zahlen veröffentlicht, die offenbar noch niemand zur Kenntnis genommen hat. Die EU (also die europäischen Steuerzahler) sollten sich schon einmal Gedanken darüber machen, wie sie nach Griechenland und Portugal gleich auch noch Spanien aus dem Sumpf ziehen wollen...
Unemployment Levels Rise Dramatically In Spain


In Spanien ist geschehen, was die EU und Spanien noch vor wenigen Wochen für angeblich "unmöglich" gehalten haben: Die Arbeitslosigkeit der Bevölkerung ist auf mehr als zwanzig Prozent gestiegen. Spanien hat nur die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands, aber eine Million mehr Arbeitslose (derzeit nach offiziellen Angaben der Statistikbehörde 4,6 Millionen). Die Zahlen standen für wenige Minuten auf der Internetseite der nationalen Statistikbehörde, wurden dann offline genommen. Denn die Folge wäre wohl eine sofortige Herabstufung der spanischen Kreditwürdigkeit gewesen.

Spanien hat ein größeres Haushaltsdefizit als das bankrotte Portugal, muss inzwischen im Staatshaushalt mehr für Arbeitslose ausgeben als für Renten. Jeder zweite Jugendliche ist in Spanien arbeitslos. Die bankrotte sozialistische Regierung wirft nun das letzte Geld aus dem Fenster: Mit mehreren Milliarden Euro will die Regierung allein den Bausektor stützen, vor allem Wohnungen sollen neu gebaut oder rennoviert werden, um den Menschen wieder Arbeit zu verschaffen. Dabei stehen ganze Stadtviertel leer, weil man in der Vergangenheit zu viele Häuser gebaut hatte. Weitere Milliarden sollen in Bahn- und Straßenbauprojekte investiert werden.

Dabei ist Spanien schon jetzt - ebenso wie Griechenland und Portugal - bankrott.

KOPP Verlag / Hier weiter:

28. Apr 2010

Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die industrielle Windenergie geeignet ist, signifikante Auswirkungen auf die Kohlenstoffemissionen zu haben. Die europäische Erfahrung ist lehrreich: Dänemark, die weltweit Windkraft-intensivste Nation mit über 6000 Windturbinen, die 19 % seiner Stromerzeugung liefern, konnte noch immer nicht auch nur ein einziges fossil gefeuertes Kraftwerk schließen. Man benötigt zusätzliche 50 %** an Kohlekraftwerks-Leistung, um die unvorhersagbaren Schwankungen der Windkraft auszugleichen, und Umweltverschmutzung sowie Kohlendioxid-Emissionen stiegen entsprechend an (allein um 36 % im Jahre 2006).(Aktuelle Ergänzung: FTD- Skandal legt Emissionshandel lahm!. s.u.)
Wind Turbines And Coal-Fired Electric Plant

Flemming Nissen, der Leiter der Entwicklung im westdänischen Energieversorgungs-Unternehmen ELSAM – eins der größten dänischen EVU – sagte uns, dass
„Windkraftanlagen die Kohlendioxid-Emissionen nicht verringern.“

Die deutschen Erfahrungen sind nicht anders: Der SPIEGEL berichtete, dass „Deutschlands CO2-Emissionen um nicht einmal ein einzelnes Gramm reduziert wurden“ und dass zusätzliche Kohle- und Gaskraftwerke gebaut wurden, um eine zuverlässige Lieferung zu gewährleisten.

Tatsächlich zeigt die jüngste wissenschaftliche Forschung, dass die Windkraft die Treibhausgasemissionen in einigen Fällen sogar erhöhen kann – abhängig von der Kohlenstoff-Intensität der Stütz- bzw. Backup-Kraftwerke, die wegen der unregelmäßigen Leistungs-Charakteristik der Windanlagen benötigt werden.

Auf der Negativseite der Umweltbilanz stehen auch die Auswirkungen der industriellen Windturbinen auf Vögel und andere Wildtiere, Nutztiere und Feuchtgebiete.

Industrielle Windenergie ist keine sinnvolle Alternative zu anderen Möglichkeiten der Energieeinsparung. Wiederum sind hier die dänischen Erfahrungen lehrreich. Die dortigen Stromerzeugungskosten sind die höchsten in Europa (15 Cents pro KWh verglichen mit Ontario´s gegenwärtigen 6 Cents). Niels Gram vom dänischen Industrieverband sagt „Windmühlen sind ein Fehler und machen wirtschaftlich keinen Sinn.“ Aase Madsen, der Vorsitzende für Energiepolitik im dänischen Parlament, nennt es „eine furchtbar teure Katastrophe.“

Die US-Energie-Informations-Administration berichtete 2008, auf der Berechnungsgrundlage von Dollar pro Megawattstunde (MWh), dass die US-Regierung Wind mit 23,34 $ subventioniert – verglichen mit zuverlässigen Energiequellen wie Erdgas mit 25 Cent, Kohle mit 44 Cent, Wasserkraft mit 67 Cent und Kernkraft mit 1,59 $, was einige US-Kommentatoren einen „großen Sozialhilfe-Speisungs-Wahnsinn“ nennen. Das Wall Street Journal konstatiert, dass „Windenergie das Musterbeispiel dafür ist, was schief gehen kann, wenn die Regierung beschließt, Gewinner auszuwählen.“

Die Zeitschrift The Economist stellt kürzlich in einem Leitartikel mit dem Titel „Geldverschwendung für den Klimawandel“ fest, dass jede Tonne an Emissionen, die durch Subventionen in Erneuerbare Energien wie die Windkraft vermieden wurde, zwischen 69 $ und 137 $ kostet, wohingegen unter einem cap-and-trade-Modell (Emissionshandel) dieser Preis geringer als 15 $ wäre.

Sowohl eine Kohlenstoffsteuer als auch ein cap-and-trade-System schafft Anreize für Konsumenten und Hersteller mit Tausenden von Spielräumen für die Reduzierung von Energieverbrauch und Emissionen, die – wie diese Zahlen zeigen – bezüglich ihrer Kosteneffizient alle Subventionen in Erneuerbare geradezu überwältigen.

Die Ontario Power Authority (Energiebehörde) rät dazu, den Windkraft-Erzeugern 13,5 Cents/KWh zu zahlen (mehr als das Doppelte, was die Verbraucher gegenwärtig zahlen), wobei noch nicht einmal die zusätzlichen Verbindungs- und Übertragungskosten und die Kosten für die Backup-Reserve dabei sind. Wie die europäischen Erfahrungen bestätigen, wird das unvermeidlich zu einer dramatischen Erhöhung der Elektrizitätskosten führen – mit den sich daraus ergebenden negativen Auswirkungen auf Wirtschaft und Beschäftigung. Aus dieser Perspektive ist das Versprechen der Regierung von 55.000 neuen Arbeitsplätzen eine grausame Wahnvorstellung.

Eine neuere detaillierte Analyse (mit Schwerpunkt vor allem auf Spanien) stellt fest, dass für jeden Job, der durch staatliche Förderung für Erneuerbare geschaffen wurde – insbesondere Windenergie – 2,2 Jobs vernichtet werden. Jede so in der Windindustrie geschaffene Job kostet fast 2 Millionen $ an Subventionen. Weshalb sollten die Erfahrungen in Ontario anders sein ?

In den Debatten über den Klimawandel und insbesondere über Subventionen für Erneuerbare Energien gibt es zwei Typen von Grünen. Einerseits gibt es etliche Umwelt-Grüne, die das Problem als derart dringend ansehen, sämtliche Maßnahmen, die irgendeine Wirkung auf die Treibhausgas-Emissionen haben, sofort in Angriff genommen werden sollten – gleichgültig, was deren Kosten oder ihre Auswirkung auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt auch sind.

Dann gibt es die fiskalischen Grünen, die sich nicht für Kohlenstoffsteuern und cap-and-trade-Systeme interessieren, statt dessen aber massive öffentliche Subventionen für sich selbst bevorzugen – für Erneuerbare-Energie-Projekte, welche Auswirkungen auf die Treibhausgas-Emissionen diese auch hätten. Diese beiden Gruppen werden also durch unterschiedliche Formen von Grün motiviert. Der einzige Konvergenzpunkt zwischen ihnen ist ihre Unterstützung für massive Subventionen für Erneuerbare Energien – wie Windturbinen.

Diese unheilige Allianz der zwei Sorten von Grünen (Weltuntergangspropheten und Gewinninteressierte) sorgt für eine sehr effektive, auch opportunistische Politik (wie sie im Green Energy Act (Gesetz) der Ontario-Regierung zum Ausdruck kommt), aber zugleich auch für eine lausige staatliche Politik: Politiker versuchen, auf unsere Kosten Gewinner in einer sich schnell bewegenden technologischen Landschaft auszuwählen und zu bestimmen, anstatt eine gesellschaftlich effiziente Reihe von Anreizen zu schaffen, auf die wir alle reagieren können.

Quelle: Financial Post, Don Mills, Ontario, Canada. Die Übersetzung besorgte dankenswerterweise Dr. Günter Keil für EIKE

Michael J. Trebilcock ist Professor für Recht und Ökonimie,

Universität von Toronto.

Veröffentlicht am 8. April 2009.

* Aktuelles Update FTD vom 17.3.10 Emissionshandel: Skandal legt Emissionshandel lahm

** man benötigt realistischerweise 100 %, wenn die Stromversorgung sicher sein soll. 50% würden nur reichen, wenn man Glück hat und bei Windstille zufällig Schwachlast wäre. Prof. Alt (s. auch pdf Anlage)

27. Apr 2010

Ein Volk, ein Reich, ein Reiseführer: Wie die Bundeswehr einen Krieg gegen den Iran plant



Gerhard Wisnewski

Deutschland beabsichtigt einen Krieg mit Iran. Beweis: Ein Bundeswehr-Sprachführer auf Persisch. Darin lernt der brave Soldat, wie man die finsteren Iraner mit »Hände hoch!« und »Mund halten!« anblafft. Und das wiederum ist typisch deutsch: Wenn schon ein Angriffskrieg, dann aber perfekt geplant.
General view of Tehran's cityscape is seen from central Tehran

Was wäre der Deutsche ohne seine Reiseführer! Jedes Jahr schwärmen Millionen Teutonen aus, um die Länder der Welt mit ihrer Neugier zu beglücken. Und der Reiseführer darf dabei nicht fehlen. Beziehungsweise der Sprachführer. In knappen Sätzen machen uns die kleinen Bändchen mit der Landessprache vertraut. Vorne prangt meistens das Bild einer bekannten Sehenswürdigkeit. Egal ob im Café oder im Kaufmannsladen, stellen sie schnelle Floskeln für unsere Alltagsgeschäfte bereit. Zum Beispiel: »Wie geht es Ihnen?«, »Was kostet ein Tee?«, »Wieviel Uhr ist es?« und so weiter.

Die Verrohung des deutschen Touristen

Nur scheint der deutsche Tourist neuerdings zunehmend zu verrohen. Jedenfalls wenn man einen Sprachführer betrachtet, auf dem vorne der Freiheitsturm von Teheran zu sehen ist. Denn die hier abgedruckten Floskeln erscheinen doch etwas grob: »Halt, oder ich schieße! Ist jaa schelik mikonam! Die Hände hoch! Dastaa baalaa! Widerstand ist zwecklos! Moghawemat bifaayede ast! Geben Sie auf! Taslim schawid!« Puh – ist denn das nötig? Sollten Teheraner Kaffeehausbesitzer ihren Tee neuerdings tatsächlich nicht mehr freiwillig herausrücken? Muss der deutsche Tourist von Morgen seine Erfrischungen tatsächlich mit vorgehaltener Knarre bestellen? Und zwar nicht ohne den Wirt anschließend zu kidnappen? »Sie sind festgenommen. Schomaa dastgir schode’id. Mund halten! Dscheloye dahanetuno begirid!«

Ich weiß nicht, wie Sie das sehen – aber unter deutschen Urlaubern scheint eine gewisse Brutalität Platz zu greifen. Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um einen Sprachführer der Bundeswehr. Aber wofür braucht denn die Bundeswehr einen Sprachführer für Persisch, also quasi »Iranisch«? Es wird sich doch nicht etwa um die Fortsetzung jener bewaffneten Reisewelle handeln, die 1939 schon einmal von Deutschland ausging? Nicht doch: Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte gegenüber der Zeitung Junge Welt, dass Persisch ja »auch in Tadschikistan und Afghanistan eine der Amtssprachen ist«.

Wie einmal der Kriegsplan von Herrn Schmidt aufflog

Achso – dann ist ja alles in Ordnung! Nichts ist in Ordnung. Das kleine Problem besteht nämlich darin, dass da, wo die Bundeswehr in Afghanistan stationiert ist (im Norden), eher kein Persisch gesprochen wird, sondern Turkmenisch, Paschtunisch und Tadschikisch.

Dumm gelaufen. Das fand auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Christian Schmidt, als er sich am 27. Januar 2010 im Bundestag einer entsprechenden Anfrage der Linken-Abgeordneten Inge Höger stellen musste. Prompt kriegte er da nämlich das große Fracksausen. Ganz offenbar war Höger gerade dabei, die geheimen Kriegspläne gegen den Iran zu enthüllen. Ihre Frage: Warum das Bundessprachenamt, das zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung gehört, einen »Persisch-Sprachführer für die Bundeswehr« druckt, »dessen Vokabular sich insbesondere auf den Iran bezieht und militärische Befehle beinhaltet«.

Eine gute Frage. Vielleicht zu gut. Denn dem Parlamentarischen Staatssekretär zerbröselt daraufhin glatt seine pseudo-staatsmännische Pose. In Afghanistan werde nun mal auch Persisch gesprochen, greift er auf die bekannte Sprachregelung zurück. Also ein Dementi – das allerdings gleich wieder widerrufen wird. Denn im selben Zusammenhang zitiert der Staatssekretär den israelischen Staatspräsidenten Shimon Perez, der am selben Tag im Bundestag gesprochen hat. Und dieser wiederum habe aus Angela Merkels Rede vor dem amerikanischen Kongress am 3. November 2009 zitiert. Und zwar so: »Ein Angriff auf Israel ist wie ein Angriff auf uns« – also auf Deutschland.

Hier weiter:

26. Apr 2010

Zwei Wochen nach dem Tod des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski ist sein Zwillingsbruder und Ex-Premier Jaroslaw Kaczynski als Präsidentenkandidat nominiert worden.
Funeral Service Of Lech Kaczynski And First Lady Maria


Er wird bei der vorgezogenen Präsidentenwahl am 20. Juni die oppositionelle Partei „Recht und Gerechtigkeit“ vertreten, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP am heutigen Montag.
Lech Kaczynski war am 10. April beim Absturz seines Präsidentenflugzeugs nahe dem russischen Smolensk ums Leben gekommen. Der Flugzeugabsturtz -bei dem neben Lech Kaczynski und seiner Frau fast die Hälfte der polnischen Regierung ums Leben kam- ist bis heute nicht aufgeklärt.

26. Apr 2010

British Scientist Professor Stephen Hawking hospitalized in Cambridge


Einer der ganz Großen dieser Welt hat sich wieder zu Wort gemeldet. Einer, dessen Bücher nicht nur in meinem Bücherregal stehen. Einer, dessen Worte bei Wissenschaftlern -weltweit- auf offene Ohren stossen. Dieses mal beschäftigte sich Stephen W.Hawking mit der Existenz von Außerirdischen und seine Ausführungen dazu machen eines deutlich... den guten Außerirdischen gibt es nicht.

Der britische Astrophysiker Stephen W.Hawking -auch bekannt wegen seiner quantenmechanischen Interpretation der Schwarzen Löcher- hat keinen Zweifel an der Existenz von Außerirdischen und warnte eindringlich vor einer Kontaktaufnahme.
"In meinem mathematischen Hirn machen die Zahlen allein das Denken über Außerirdische völlig rational",

sagte der 68-Jährige in der Dokumentationsreihe "Into The Universe with Stephen Hawking" im Fernsehsender Discovery Channel.
"Die wahre Herausforderung ist, herauszufinden, was Außerirdische wirklich sind."

Das Universum habe 100 Milliarden Galaxien mit Hunderten Millionen Sternen, rechnete Hawking den Zuschauern vor. In solch einem Raum ist es unwahrscheinlich, dass die Erde der einzige Planet ist, auf dem es Leben gibt. Das meiste außerirdische Leben entspreche womöglich Kleinlebewesen und einfachen Tieren. Sie würden -kämen sie auf die Erde- vermutlich über die Ressourcen der Erde herfallen und weiterziehen, meinte der Wissenschafter.

Eine Kontaktaufnahme mit einer solchen Spezies sei "ein wenig zu riskant", sagte der Astrophysiker.
"Wenn uns Außerirdische jemals besuchen, wird der Ausgang, so denke ich, genauso sein wie die Landung von Christopher Columbus in Amerika, was für die Eingeborenen nicht sehr gut ausging."

Hawking, der an der Muskelschwäche ALS leidet und im Rollstuhl sitzt, gehört zu den weltweit bekanntesten Kosmologen.
Bereits 1981 nahm Hawking an einer Kosmologietagung im Vatikan teil, wo er sein Konzept vorstellte, laut dem das Universum keine Grenzen haben soll. In diesem Vortrag stellte er das All zugleich als ein Phänomen dar, das einfach vorhanden ist und dementsprechend keines Schöpfergottes bedarf.
Wenn das Universum einen Anfang hatte, können wir von der Annahme ausgehen, dass es durch einen Schöpfer geschaffen worden sei. Doch wenn das Universum wirklich völlig in sich selbst abgeschlossen ist, wenn es wirklich keine Grenze und keinen Rand hat, dann hätte es auch weder einen Anfang noch ein Ende; es würde einfach sein. Wo wäre dann noch Raum für einen Schöpfer?

1988 erschien mit Eine kurze Geschichte der Zeit das erste populärwissenschaftliche Buch Hawkings, in dem er die Theorien zur Entstehung des Universums, zur Quantenmechanik und zu Schwarzen Löchern darstellt.
Das Buch wurde weltweit ein Bestseller und verkaufte sich in Millionenauflage. Als wissenschaftlicher Autor schrieb Hawking zudem weitere erfolgreiche populärwissenschaftliche Werke.

Im Oktober 2008 empfing Papst Benedikt XVI. den Physiker und Kosmologen im Vatikan.

19. Apr 2010

Am Mittwoch hebt sich der Vorhang. Dann wird der aktuelle Verhandlungsstand des Vertragstextes für das geplante, internationale Anti-Piraterie-Abkommen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) der Öffentlichkeit präsentiert. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung der Verhandlungsparteien hervor, die von der EU-Kommission veröffentlicht wurde. Der Verhandlungstext wird den Stand dokumentieren, der vergangene Woche in der Verhandlungsrunde in Neuseeland erreicht wurde.

In der Stellungnahme der EU-Kommission heißt es dazu:
"Es wurde bei dieser Verhandlungsrunde Übereinstimmung darüber erzielt, dass die Verhandlungen jetzt einen Punkt erreicht haben, wo die Veröffentlichung des Entwurfstextes dazu beitragen wird, eine endgültige, gemeinsame Position zu erreichen. Aus diesem Grund und wegen des Impulses, der dem Treffen entspringt, sind die Teilnehmer einstimmig übereingekommen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um den im Ergebnis der Diskussionen konsolidierten Text der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, der den erreichten Fortschritt dokumentiert."


Die ACTA-Verhandlungsparteien betonen zugleich erneut, dass das endgültige Abkommen die jeweiligen Unterzeichner nicht daran hindern wird, "die grundlegenden Rechte und Freiheiten ihrer Bürger zu respektieren". Es gäbe auch keinen Vorschlag, demzufolge ACTA-Teilnehmer ihre Grenzschutzbehörden dazu verpflichten müssten, das Gepäck oder die persönlichen, elektronischen Geräte von Reisenden "nach Materialien zu durchsuchen, die Schutzrechte an geistigem Eigentum verletzen". Ebenfalls seien die Verhandlungspartner sich einig, dass es keinerlei verpflichtende Bestimmungen für eine "abgestufte Antwort" oder eine "Three-Strikes-Regelung" zur Bekämpfung der "Internetpiraterie" geben würde.

Hier weiter:

10. Apr 2010

Wenn der Terrorist nicht freiwillig nach Deutschland kommt und dort bombt dann holen wir ihn eben her... irgendwie muß es schliesslich klappen mit den lange ersehnten Anschlägen.
Wir holen auch nicht irgendwen her, nein...wir wollen Top-Leute der al-Qaida... schliesslich wollen wir qualitativ hochwertige Anschläge haben...nicht wahr.?
Guantanamo Prison Remains Open Over A Year After Obama Vowed To Close It

Unglaublich aber wahr, Deutschland soll nun doch Häftlinge aus Guantanamo aufnehmen. Der Innenminister der Bundesrepublik Deutschland,Thomas de Maiziere (CDU) will gegen den Widerstand der Ministerpräsidenten der Länder, drei der noch 183 Insassen aus dem US-Gefangenenlager in Deutschland unterbringen.

Bei den drei Häftlingen handelt es sich um 2 Palästinenser und einen Syrer die 2001 und 2002 in Ausbildungscamps der al-Qaida in Afghanistan von US-Soldaten gefangengenommen worden sind.
Alle drei standen zudem auf der FBI-Fahndungsliste der "meist gesuchten Terroristen" der Welt, sie hatten Verbindung zu dem inzwischen getöteten Top-Terrorist Musab al Sarkawi.

Trotz massiver Proteste aller Unionspolitiker ist Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) scheinbar entschlossen, diese Häftlinge nun in Deutschland aufzunehmen.
Nachdem mehrere Bundesländer eine Aufnahme von Guantanamo-Insassen kategorisch abgelehnt haben, prüft jetzt Hamburg die Möglichkeit einer Unterbringung.

Eine endgültige Entscheidung über die Aufnahme der Top-Terroristen wird bei der Innenministerkonferenz im Mai erwartet.